»Ungewöhnlich ist bei Dalberg fortan die Perspektive, aus der der Orts- und vor allem Gefühlswechsel beschrieben wird: Das Kind Linus setzt sich mit Körpereinsatz und vor allem mit seinen ungeordneten Gedanken gegen die raue Welt des Stadtquartiers zur Wehr, in dem der Kampf ums tägliche Überleben auf der unteren Schicht des gesellschaftlichen Gefüges ausgetragen wird. Dalberg erzählt diesen hoffnungslosen Stillstand, der für Linus und die Seinen ja tatsächlich ein Rückschritt ist, mit sehr viel Emotion: Da ist die Scham, die Bedürftigkeit, der Hass und da sind nur wenige Lichtblicke. […] Das Buch zur unsicheren Gegenwart.« Nürnberger Nachrichten
»Fremde Männer in Latzhosen tragen sein Zuhause weg. Der Tisch aus Rosenholz, das Ledersofa, sein Sofa, auf dem der achtjährige Linus saß, wenn Vater Cello spielte. Weg, alles weg - Andreas Dalberg erzählt in »Was für ein Glück« die Geschichte einer Familie, der der Boden unter den Füßen weggerissen wird. Der Vater arbeitslos, das Haus zwangsversteigert, das Mobiliar gepfändet. Es kommt noch schlimmer. Eine bewegende Geschichte.«
Braunschweiger Zeitungsverlag
»Die ersten acht Jahre seines Lebens verbringt Linus wohlbehütet in einem reichen Stadtteil. Dann steht der Gerichtsvollzieher vor der Tür, und sein Leben ändert sich dramatisch. Die Familie muss umziehen – ins Schlachthofviertel. Dort wird er mit Armut, Gewalt und Hoffnungslosigkeit konfrontiert. Die Familie zerbricht, der Vater geht weg, und Linus zieht sich immer mehr in sich zurück. Seine Rettung: »Zauberwörter« aus Büchern, die ihm helfen, die Realität auszuhalten. Und seine Mutter, die spät, aber nicht zu spät erkennt, dass sie Verantwortung übernehmen muss. Bewegend!«
vital